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Krieg in der Ukraine | Krieg im Iran

  • Autorenbild: Christian Böschen
    Christian Böschen
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Blumen werden am Denkmal niedergelegt




Seit April 2022 tobt mitten in Europa, in der Ukraine ein fürchterlicher Angriffskrieg, seit einigen Wochen ebenso im Iran und in der umliegenden Region. Das alles hat natürlich, neben der katrastrophalen Situation für die betroffenen Menschen, auch erhebliche Auswirkungen auf die globalen Lieferketten. Wir versuchen in diesem Beitrag einmal ein wenig Aufklärung, was ist möglich, was nicht und wieso nicht. Es handelt sich dabei allerdings um eine Momentaufnahme, Stand 15. April 2026:


Luftfracht | Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine:

Aktuell gibt es erhebliche Probleme beim Im- und Export nach Asien, falls der Artikel auf den Sanktionslisten der EU stehen, dabei spielt es keine Rolle ob es sich um Sanktionen gegen Russland handelt, oder ein anderes, durch die russische Führung zum "Freundlichen Staat" ernanntes Land handelt. Diese Artikel dürfen nicht durch den russischen Luftraum fliegen, auch nicht wenn die Airline die Erlaubnis hat, daher haben viele, insbesondere asiatische Fluggesellschaften teils rigide Kontrollmechanismen eingeführt. Betroffene Artikel können ausschliesslich per Seefracht befördert werden.


Luftfracht | Auswirkungen des US-Angriffskrieg auf den Iran:

Weiterhin sind im gesamten "Middle-East" Raum diverse Flughäfen beschädigt, der Luftverkehr ist eingeschränkt und Passagierflugzeuge nehmen, wenn sie fliegen, nahezu keine Fracht mit. Die Frachtraten sind, vor allem in anbetracht der aktuell unsicheren Lage, im übertragenen Sinne explodiert. Alternative Routen bestehen aktuell per LKW durch die Türkei und per Flugzeugcharter.


Seefracht: Während der Angriffskrieg auf die Ukraine bisher wenig Auswirkungen auf den Schiffsverkehr hatte, sind die Auswirkungen der Angriffe durch die USA und Israel auf die gesamte Region erheblich. Zur Sicherheit von Besatzung, Ware und Schiff wird die Region im Regelfall umfahren, was z. B. im Transit nach oder von Asien bedeutet, das sich Laufzeiten von 35-38 Tagen auf deutlich über 50 Tage erhöht haben. Der drastisch gestiegene Ölpreis sowie die illegale Seeblockade der US Streitkräfte, haben die Frachtraten deutlich ansteigen lassen. Für Importe aus Asien gibt es aktuell eine spannende Alternative: Transshipments über die USA, einmal durch die USA und weiter nach Europa, mit einer Laufzeit von knapp 30 Tagen. Sprechen Sie uns hierzu gern an!


Bahnverkehr Asien / Trans-Eurasia-Express / Neue Seidenstraße:

Während die beiden südlichen Korridore aktuell wegen der Angriffe nicht befahren werden können, ist der ursprüngliche, nördliche Korridor durch Russland, über Belarus in die EU eintreffend, weiterhin in Betrieb. Allerdings gelten auch hier die Einschränkungen, daß viele Artikel aktuell nicht befördert werden können, und die Züge häufigen Kontrollen, willkürlichen Maßnahmen und teilweise auch Diebstahl an der Grenze zur EU ausgesetzt sind. Alle Artikel der Warengruppe 8 - grob alle Dinge aus Metall, Maschinen, Apparate und nahezu alle Produkte, deren Ausfuhr aus der EU eingeschränkt ist, dürfen auch beim Import nicht über russisches, belarussisches und andere, mit Russland verbundene Staaten transportiert werden.


Um ehrlich zu sein, auch wir wissen meistens nicht direkt, welche Optionen oder Einschränkungen gerade gelten, teilweise ändern sich die Begebenheiten täglich. Gemeinsam finden wir allerdings für jeden Transportbedarf eine Lösung, und hoffen sehr, daß die Kriege nun schnell beendet werden.

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